Welchen Versicherungsschutz kann man erreichen?

WASSERSCHADEN NACH UNWETTER:
WELCHE VERSICHERUNG ZAHLT ?
WAS MÜSSEN VERSICHERTE JETZT BEACHTEN ?

Wann greift welche Versicherung?

Der Starkregen hat für zahlreiche Überschwemmungen gesorgt, insbesondere Keller wurden überflutet. Was viele Eigentümer nicht wissen: Überflutungen durch Starkregen sind meist nicht durch die Hausrat- oder Gebäudeversicherung abgedeckt. Starkregen gilt, wie auch Hochwasser als Elementarschaden. Dies kann als Baustein zusätzlich in die Wohngebäude- und Hausratversicherung integriert werden.

Die Versicherungswirtschaft bedient sich umfangreiche und flexible Tools, um das heutige Hochwasserrisiko und die Entwicklungen dazu einzuschätzen zu können.

Als Basisinstrument wird das HORA-Zonierungssystem zur Risikoeinschätzung herangezogen.

  • HORA-Zonierungssystem für Überschwemmung-Hochwasserereignissen: Mit diesem System kann man für jeden Ort in Österreich die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Hochwassers unter heutigen Klimabedingungen abschätzen.

  • HQ Kumul: Hiermit können die Versicherer abschätzen, wie stark Sie extreme Hochwasserereignisse bei Ihrem Standort treffen würde. Fast ¾ der Flächen liegen in Österreich im HQ 30 Bereich!!!  Mehr zu HORA-Zonierungssystem …

  • Risikostatistiken: Die Versicherer erfassen systematisch die versicherten Hochwasserschäden und können so die Entwicklung regelmäßig beobachten und ggf. Anpassungen an ihren Einschätzungen vornehmen.

  • Präventionsmaßnahmen: Die Versicherer haben Konzepte entwickelt, wie das Risiko einen Hochwasserschaden zu erleiden, deutlich verringert werden kann.

Jeder Hausbesitzer sollte wissen, ob sein Wohngebäude und die von ihm bewohnte Region überschwemmungsgefährdet ist durch ein Hochwasserereignis. Aus diesem Grund präsentiert dieses Portal die Möglichkeit in einfacher Form einen Check der Gegebenheiten der möglichen Versicherbarkeit und eine Evaluierung eines bestehenden Versicherungsverhältnisses vorzunehmen.

Besonderer Augenmerk sollten Sie darauf legen auf Versicherungsverträge die vor dem Jahre 1990 abgeschlossen wurden. Diese Verträge, sollten Sie nicht erneuert bzw. ergänzt worden sein haben keinen Schutz für Elementarschäden vorgesehen.

Zu beachten ist auch der Umstand das im Moment die Versicherungswirtschaft für den Bereich der Naturgewalt „Starkregen“ kein brauchbares Instrument der Risikobeurteilung zur Verfügung steht. Aus diesem Umstand heraus wird eine Goodwill Lösung derzeit von der Versicherungswirtschaft wahrgenommen. Diese drückt sich in einem sehr bescheidenen Ausmaß der möglichen Versicherbarkeit (Deckungsumfang) für dieses Ereignis aus. Dieser sehr unbefriedigende Umstand für den Hausbesitzer ist auch durch den Umstand der Einrichtung des Katastrophenschutzfonds nicht zufriedenstellend.

Die Einrichtung des Katastrophenschutzfonds deckt nur zu einem kleinen Teil den erlittenen Schaden und vielen Bürgerinnen und Bürgern sind seine Kriterien der Voraussetzung einer eventuellen Inanspruchnahme nicht bekannt. Mehr dazu…

Trotz der Verantwortung der öffentlichen Hand für Hochwasserschutzmaßnahmen besteht die Verpflichtung jedes Einzelnen, im zumutbaren Ausmaß für den eigenen Schutz Sorge zu tragen.

Die österreichische Bevölkerung sollte sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten auf immer häufiger und heftiger auftretende Wetterextreme einstellen. „Die Wucht der Natur“ haben schon viele Regionen in den vergangenen Jahren zu spüren bekommen. Topografisch gilt in Österreich jedes Bundesland als Risikogebiet für Naturkatastrophen.

Daher stellt sich die Frage, inwieweit die Versicherungswirtschaft in Österreich in der Lage ist, dieses Gefährdungspotenzial in dem ausreichenden Masse in Form eines finanziellen Schadensausgleiches abzuwehren. Speziell im Bereich Überschwemmungen (Hochwasser und Starkregenereignisse) scheint dies eine besondere Herausforderung zu sein. Präventionsmaßnahmen ins Auge zu fassen, wird ein unvermeidlicher Weg in der Zukunft sein.

Dieser Veränderungsprozess bedarf eines Konsenses des Bürgers mit der Versicherungswirtschaft und in weitere Folge auch die Erkenntnis, dass nur eine Prävention ein wirksames Mittel darstellt, das eigene Hab und Gut zu schützen.

2018-04-11T11:19:47+00:00