Welche Kriterien führen zu dem Begriff Starkregen?

WELCHE KRITERIEN FÜHREN ZU DEM BEGRIFF STARKREGEN ?

Von Starkregen ist auszugehen, wenn in kurzer Zeit außergewöhnlich große Niederschlagsmengen bei einem Regenereignis auftreten. Diese Niederschläge haben eine sehr geringe räumliche Ausdehnung und werden auch als konvektiver Niederschlag bezeichnet, da sie meist durch starke vertikale Luftströmung (Konvektion) entstehen. Starkregenereignisse stellen ein schwer zu kalkulierendes Überschwemmungsrisiko dar. Gerade in den Sommermonaten verursacht Starkregen in Verbindung mit heftigen Gewittern oft große Schäden, da im Gegensatz zu Hochwasser an großen Flüssen der genaue Ort und Zeitpunkt eines Regenereignisses kaum vorherzusagen ist.

Starkregen können zu massiven Überflutungen führen, die besonders in Siedlungsgebieten immense Sach- und Personenschäden anrichten. Zwar sind diese Wetterereignisse nur auf einige Quadratkilometer begrenzt, aber dort, wo sie niedergehen, sind sie oft verheerend. Im Zuge des Klimawandels werden Häufigkeit und Intensität von Starkregenereignissen deutlich zunehmen. Höchste Zeit also, auf allen Ebenen umfassende Vorsorgemaßnahmen gegen die Folgen von Starkregen zu ergreifen. Genau dazu soll diese Initiative beitragen: Dass wir uns gemeinsam „Stark gegen die Folgen von Starkregen“ machen.

Wassermassen, die binnen Minuten und Stunden aus den Wolken stürzen und Landschaften, ganze Städte fluten. Wasser, das sich seinen Raum in Keller und Wohnungen nimmt, weil es ins versiegelte Erdreich nicht mehr versickern kann und die Kanalisation total überfordert ist. Wasser, das zerstört und mitreißt. Menschen, Fahrzeuge, Gebäudeteile.

Starkregen bedroht Städte und Landschaften in ganz Europa auch fernab von Flüssen und großen Gewässern. Seine Gefahr liegt im Tempo seines Auftretens, liegt darin, dass er schwer verortbar und vorhersagbar ist.

Ein Großteil der Konsumenten vertritt folgende Anschauung:

„Überschwemmung – damit habe ich nichts zu tun, ich wohne weit genug vom Wasser weg. Mein Haus steht am Hang, da kann ich mir das Hochwasser von oben anschauen.“

Solche Aussagen belegen die trügerische Sicherheit, in der sich manche Hausbesitzer wiegen. Es sind hingegen Grundstücke, die nicht unmittelbar direkt am Wasser liegen, nicht vor Überschwemmung gefeit. Dies zeigen die Erfahrungen der letzten Jahre, in denen sich heftige Sommergewitter mit großen Regenmengen häuften. Bei solchen Ereignissen scheint das Wasser von überall herzukommen Starkregen kommt direkt vom Himmel, von Feldern und Wegen, aus der Kanalisation und aus den sonst so harmlosen und träge fließenden kleinen Bächen.

2018-04-11T11:17:45+00:00